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Technische Projektierung 
für Maschinen­sicherheit im ­Maschinenbau

Die technische Projektierung der Maschinensicherheit bildet eine zentrale Grundlage für sichere, leistungsfähige und rechtskonforme Maschinen und Anlagen. Besonders bei Modifizierungen, Modernisierungen oder Erweiterungen entscheidet die Qualität der Projektierungsphase darüber, wie effizient und zuverlässig spätere Umbauarbeiten umgesetzt werden können.

Im Maschinenbau stellt die Projektierung sicher, dass sicherheitstechnische Anforderungen frühzeitig berücksichtigt werden. Dadurch lassen sich Risiken minimieren, Sicherheitsfunktionen strukturiert planen und die spätere Umsetzung effizient gestalten. Dabei werden sowohl mechanische Komponenten wie Maschinengestell, Schutzsysteme und Vorrichtungen als auch elektrische und softwarebasierte Maschinensteuerungen betrachtet.

 
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Was bedeutet technische Projektierung der Maschinensicherheit?

Die technische Projektierung der Maschinensicherheit beschreibt die planerische und konzeptionelle Auslegung sicherheitsrelevanter Systeme innerhalb von Maschinen und Anlagen. Im Mittelpunkt steht dabei die sicherheitstechnische Projektierung, bei der Schutzmaßnahmen, Sicherheitsstrukturen und sicherheitsbezogene Funktionen bereits in einer frühen Entwicklungsphase definiert werden.

Dabei unterscheidet sich die Projektierung klar von anderen Schritten im Sicherheitsprozess. Während Prüfungen, Validierungen oder Dokumentationen meist erst in späteren Projektphasen stattfinden, konzentriert sich die technische Projektierung auf Planung und Auslegung. Ziel ist es, ein tragfähiges Konzept für die Maschinensicherheit zu entwickeln, das sowohl technische Anforderungen als auch gesetzliche Vorgaben berücksichtigt.

Im Rahmen dieser Planung werden zentrale Aspekte wie Sicherheitsstrukturen, Steuerungskonzepte und Schutzmaßnahmen definiert. Diese bilden die Grundlage für eine sicherheitstechnische Auslegung der Maschine im Rahmen des CE-Konformitätsbewertungsverfahrens sowie für die spätere Integration sicherheitsrelevanter Komponenten in die Maschine.

Entwicklung von Sicherheitskonzepten und Sicherheitsarchitekturen

Ein zentraler Bestandteil der technischen Projektierung ist die Entwicklung eines strukturierten Sicherheitskonzepts für Maschinen und Anlagen. Dabei geht es darum, ein umfassendes Sicherheitskonzept für eine Maschine zu erstellen und die passende Sicherheitsarchitektur einer Maschine festzulegen.

Im Rahmen dieser Planung werden zentrale Aspekte wie Sicherheitsstrukturen, Steuerungskonzepte und Schutzmaßnahmen definiert. Grundlage dafür ist häufig eine vorgelagerte Risikobeurteilung, die mögliche Gefährdungen identifiziert und bewertet. Die Ergebnisse bilden die Basis für eine sicherheitstechnische Auslegung gemäß der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG sowie zukünftigen Anforderungen der EU-Maschinenverordnung 2023/1230 und dem aktuellen Normenwerk.

Zu den wesentlichen Aufgaben gehören unter anderem:

  • Definition sicherheitsrelevanter Funktionen
  • Strukturierung von Sicherheitskreisen
  • Planung der Sicherheitsarchitektur einer Maschine
  • Festlegung von Performance Level oder SIL-Zielen

Diese Vorgehensweise ist ein zentraler Bestandteil des Safety Engineering im Maschinenbau. Ziel ist es, ein Sicherheitskonzept zu entwickeln, das sowohl technische Anforderungen als auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt.

Dabei werden Performance Level oder SIL-Ziele festgelegt, ohne bereits in dieser Phase eine detaillierte Validierungsberechnung durchzuführen. Die konkrete Bewertung erfolgt in späteren Projektphasen, etwa bei der Validierung oder sicherheitstechnischen Prüfung.

Auslegung sicherheitsbezogener Steuerungssysteme

Neben der Entwicklung eines Sicherheitskonzepts spielt die Auslegung der sicherheitsbezogenen Steuerungssysteme eine zentrale Rolle in der technischen Projektierung.

Dabei geht es unter anderem darum, geeignete Sicherheitskomponenten auszuwählen und die Sicherheitsfunktionen innerhalb der bestehenden Steuerungsarchitektur zu integrieren. In diesem Zusammenhang müssen Ingenieure die Sicherheitssteuerung auslegen, sodass sie sowohl funktionale Anforderungen als auch normative Vorgaben erfüllt.

Wichtige Aspekte sind hierbei:

Integration sicherheitsbezogener Funktionen in bestehende Steuerungssysteme

  • Auswahl geeigneter Sicherheitskomponenten
  • Strukturierung sicherheitsrelevanter Steuerungssysteme
  • Planung zur Erreichung eines erforderlichen Performance Levels (PLr)
  • Vorbereitung der Auslegung sicherheitsbezogener Funktionen nach SIL

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Integration von Sicherheitstechnik in Maschinen, damit Sicherheitskomponenten nahtlos mit bestehenden Steuerungen und Maschinensteuerungen zusammenarbeiten können. Gerade bei Modernisierungen, Retrofit-Projekten oder bei der Entwicklung neuer Sondermaschinen ist eine strukturierte Integration entscheidend für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb.
 

Normengerechte Planung nach ISO 13849 und IEC 62061

Eine professionelle technische Projektierung muss stets die relevanten Normen und gesetzlichen Anforderungen berücksichtigen. Im Bereich der funktionalen Maschinensicherheit spielen insbesondere die Normen EN ISO 13849-1 sowie IEC 62061 eine zentrale Rolle.

Diese Normen definieren Anforderungen an die Gestaltung sicherheitsbezogener Steuerungssysteme sowie an die Bewertung der Zuverlässigkeit von Sicherheitsfunktionen. Im Rahmen der Projektierung werden die Anforderungen dieser Normen frühzeitig berücksichtigt, um eine normgerechte Sicherheitsarchitektur zu entwickeln.

Durch die Einbindung dieser Standards in die Planung lassen sich spätere Anpassungen vermeiden und sicherstellen, dass Maschinen den regulatorischen Anforderungen entsprechen. Gleichzeitig unterstützt eine normengerechte Planung die Umsetzung einer sicheren und effizienten Maschinenstruktur, etwa bei Produktionsanlagen der industriellen Auftragsfertigung.

 

Integration der Maschinensicherheit in Ihre Konstruktionsprozesse

Eine erfolgreiche technische Projektierung berücksichtigt nicht nur einzelne Sicherheitskomponenten, sondern integriert die Maschinensicherheit in den gesamten Entwicklungsprozess einer Maschine.

Bei tec.nicum arbeiten Spezialisten aus unterschiedlichen Fachbereichen eng zusammen. Dazu gehören insbesondere Konstruktion, Elektrotechnik und Automatisierungstechnik. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht es, sicherheitstechnische Anforderungen frühzeitig in Entwicklungs- und Konstruktionsprozesse einzubinden.

Wichtige Aspekte dieser Integration sind unter anderem:

  • Zusammenarbeit mit Konstruktion und Elektrotechnik
  • Abstimmung mit mechanischer Konstruktion und Steuerungstechnik
  • Schnittstellen zu CAD-Systemen oder EPLAN
  • frühe Einbindung sicherheitstechnischer Anforderungen in Entwicklungsphasen

Darüber hinaus werden auch sicherheitsrelevante Arbeitsbereiche wie Gefahrenbereiche einer Maschine oder die Integration von Komponenten wie Lastaufnahmemittel in die Planung einbezogen. Durch diese enge Abstimmung lassen sich Sicherheitsfunktionen effizient in Maschinenstrukturen integrieren und spätere Anpassungen reduzieren.

 

Ihre Vorteile mit tec.nicum engineering

Mit tec.nicum engineering profitieren Unternehmen von einem erfahrenen Partner für die technische Projektierung der Maschinensicherheit. Unsere Experten verbinden fundiertes Engineering-Know-how mit umfassender Erfahrung im Bereich funktionaler Sicherheit.

Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:

  • herstellerneutrale Beratung und Planung
  • systemübergreifende Engineering-Kompetenz
  • ganzheitliche Betrachtung von Maschinen und Anlagen
  • Schnittstelle zwischen Konstruktion, Elektrik und CE-Prozess

Unsere Spezialisten unterstützen Unternehmen dabei, sichere Maschinenkonzepte zu entwickeln und technische Lösungen umzusetzen, die sowohl den aktuellen Normenanforderungen als auch den betrieblichen Anforderungen moderner Produktionsanlagen entsprechen. Dabei werden auch projektspezifische Anforderungen wie technische Leistungsangaben, Dokumentationen oder kundenspezifische Maschinenkonzepte berücksichtigt.

 

Wir übernehmen die technische Projektierung für Ihre Maschinensicherheit

Die technische Projektierung im Bereich Maschinensicherheit legt den Grundstein für eine erfolgreiche Umsetzung sicherheitstechnischer Maßnahmen. Unsere Spezialisten unterstützen Unternehmen dabei, sichere Maschinenkonzepte zu entwickeln und technische Lösungen umzusetzen, die sowohl den aktuellen Normenanforderungen als auch den betrieblichen Anforderungen moderner Produktionsanlagen entsprechen. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Unterstützung bei der technischen Projektierung Ihrer Maschinensicherheit benötigen – wir beraten Sie gerne zu Ihrem Projekt.


FAQ zur technischen Projektierung für Maschinensicherheit

Die technische Projektierung umfasst die Planung und Auslegung sicherheitsrelevanter Funktionen innerhalb von Maschinen und Anlagen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung eines Sicherheitskonzepts, die Definition von Sicherheitsfunktionen sowie die Planung der Sicherheitsarchitektur und der sicherheitsbezogenen Steuerungssysteme.

Idealerweise erfolgt die sicherheitstechnische Projektierung bereits in frühen Entwicklungsphasen einer Maschine oder Anlage. Dadurch können sicherheitsrelevante Anforderungen von Anfang an berücksichtigt werden und spätere Anpassungen im Projektverlauf werden reduziert.

Technischer Support ist besonders sinnvoll bei wiederkehrenden Störungen, ungeklärten Fehlfunktionen oder sicherheitsrelevanten Problemen an Maschinen. Auch bei komplexen Anlagen oder nach Umbauten kann eine externe Analyse helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen. So lassen sich potenzielle Gefährdungen reduzieren und die Betriebssicherheit der Maschinen langfristig gewährleisten

Das Sicherheitskonzept beschreibt die grundlegenden Maßnahmen zur Gewährleistung der Maschinensicherheit. Die Sicherheitsarchitektur einer Maschine definiert hingegen die konkrete technische Struktur, mit der diese Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden.

Safety Engineering wird immer dann erforderlich, wenn Maschinen sicherheitstechnische Funktionen enthalten oder sicherheitsrelevante Risiken berücksichtigt werden müssen. Dies betrifft insbesondere komplexe Maschinen, automatisierte Produktionsanlagen oder Sondermaschinen im industriellen Einsatz.

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